FDP trauert um Walter Scheel

Die Solinger Freien Demokraten trauern um den liberalen

Alt-Bundespräsidenten Walter Scheel.

Walter Scheel war Mitglied der ersten Stunde der FDP Solingen. Was kaum jemand weiß: Er hat seiner Partei die Farben blau-gelb gegeben, die Farben seiner Heimatstadt Solingen. Er hatte

maßgeblichen Anteil am Zustandekommen der "Freiburger Thesen", die 1971 auf dem Bundesparteitag in Freiburg verabschiedet wurden. Maßgeblich waren auch seine Verdienste, die er als Außenminister im Bereich der Ostpolitik erworben hat. Der Zusammenbruch des Kommunismus, die Freiheit und

Unabhängigkeit der osteuropäischen Staaten, der Mauerfall, die

Wiedervereinigung Deutschlands, all das wäre nicht möglich gewesen, ohne die sozial-liberale Ostpolitik, ohne Walter Scheel. 

 

In seiner dreißigjährigen politischen Tätigkeit hat er alle seine Ziele mit Konsequenz, ohne je zu wanken, ohne je eines aufzugeben verfolgt und in die Tat umgesetzt. Er handelte stets bürgernah, dachte über das Verhältnis zu Minderheiten nach und rückte Zukunftsfragen wie die des Umweltschutzes und der Energiesicherung in den Fokus. Er war und wird uns immer ein Vorbild sein. 

Mit seiner Heimatstadt Solingen war Walter Scheel immer eng verbunden. Bis ins hohe Alter nahm er am Geschehen in der Klingenstadt teil.  Er hatte ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu seinem Klassenkameraden Walter Freund, der für die FDP lange Jahre in der Solinger Kommunalpolitik tätig war. Zuletzt schmiedete er nach dem Solinger Brandanschlag einen Ring für das Mahnmal gegen Rassismus vor der Mildred-Scheel-Schule, die nach seiner zweiten Frau Mildred benannt ist. Solingen kann stolz sein auf seinen Ehrenbürger. Es ist unsere Aufgabe dafür zu sorgen, dass sein persönliches und politisches Vermächtnis weitergetragen wird.

 

Strohner Brücke als Markenzeichen ausbauen.

Die FDP Solingen begrüßt die Idee, die Strohner Brücke zu einem Markenzeichen für Solingen neu zu gestalten und auszubauen.
Der Aufruf des Solinger Tageblatts zur Unterstützung der Initiative zur Neugestaltung könnte zu einer breiten Beteiligung der Bürger führen.
„Natürlich könnte auch die Politik hierzu beitragen“ so der Fraktionsvorsitzende der FDP, Ulrich G. Müller, „wenn nicht immer Geld für Dinge in dieser Stadt ausgegeben würde, die nur deshalb gemacht werden, weil Land oder Bund Zuschüsse zu bestimmten Projekten geben“. Für den Eigenanteil der Stadt, in der Regel 20 %, müssen dann wieder Schulden gemacht werden.
„Wir haben uns bereits in den Fachausschüssen und Rat dafür ausgesprochen, die Umbaumaßnahmen des sog. Elisenplätzchens nicht auszuführen und damit den Anteil der Stadt von ca. 70.000 € an anderer Stelle einzusetzen.“ So Ulrich G. Müller. „Dieses Geld könnte genauso in die Sanierung der Brücke eingebracht werden. Die FDP wird dies in die entsprechenden Ratsgremien einbringen.“