FDP fordert Qualitätsprüfung für Hilfen zur Erziehung

FDP fordert Qualitätsprüfung für Hilfen zur Erziehung

Der Haushaltsplan für Solingen sieht für dieses Jahr Einsparungen in Millionenhöhe bei den Hilfen zur Erziehung vor. Die FDP Solingen unterstützt diesen Kurs der Verwaltung aber nur solange die Einsparungen durch Prozessoptimierung oder Verlagerung auf andere Kostenträger erzielt werden. Ulrich G. Müller, Fraktionsvorsitzender der FDP: „Dies haben wir der Verwaltung in den Haushaltsberatungen deutlich zum Ausdruck gebracht.“ Jetzt reichen die Freien Demokraten einen Antrag in den Jugendhilfeausschuss ein, der die Einrichtung eines Qualitätsmanagements für die Hilfen zur Erziehung fordert.

Raoul Brattig, Sprecher der FDP-Fraktion im Jugendhilfeausschuss: „Wir warnen davor Einsparungen durch Wegfall oder Kürzung von Leistungen vorzunehmen. Wenn das Wohl des Kindes oder dessen Entwicklung ohne Hilfe nicht gewährleistet werden kann, muss das Jugendamt geeignete Leistungen anbieten. Dazu ist die Stadt auch verpflichtet. Es besteht aber kein Anspruch auf eine bestimmte Hilfsform. Deshalb haben wir die Sorge, dass Einsparvorgaben doch zu Lasten der Qualität gehen könnten.“ Denn die Hilfen zur Erziehung stehen unter einem enormen Kostendruck: auf der einen Seite hohe Fallzahlen mit steigender Tendenz und auf der anderen Seite drastische Einsparvorgaben im städtischen Haushalt.

„Wenn wir heute auf frühe und präventive Maßnahmen verzichten, wachsen die Probleme an. Und je größer die Problemlagen, um so schwieriger und umfangreicher und auch teurer werden die dann notwendigen Hilfsmaßnahmen. Eine solche Entwicklung wollen wir verhindern und fordern deshalb die Einrichtung eines Qualitätsmanagements für die Hilfen zur Erziehung,“ so Brattig.

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