FDP in Gräfrath regt Abtragung des Bahndamms an

FDP in Gräfrath regt Abtragung des Bahndamms an

Demnächst wird die Fahrbahndecke der Wuppertaler Straße im Bereich des Ortsteils Gräfrath durch den Landesbetrieb Straßen NRW bis zur Einmündung "In der Freiheit" umfassend saniert. Im Zuge dieser Sanierung böte es sich aus Sicht der FDP an, den Bahndamm entlang der Wuppertaler Straße bis zum Roggenkamp in dem gesamten Bereich seiner Aufschüttung abzutragen. Hierzu hat der FDP-Vertreter in der Bezirksvertretung Gräfrath, Andreas Zelljahn eine Anfrage an die Verwaltung gestellt.

Durch den Bahndamm, der Ende des 19. Jahrhunderts eigens für die Korkenzieher-Bahntrasse geschaffen wurde, wird der Ortsteil Gräfrath nicht nur geografisch von der dahinter liegenden Landschaft des Ittertals abgeschnitten. Auch nach den vorliegenden Klimagutachten zu den Gewerbegebieten im Ittertal (z.B. Fürkeltrath) schneidet der Bahndamm den Ortsteil Gräfrath von der notwendigen Durchlüftung durch das Ittertal und der angrenzender Bachtäler ab. „Die Gutachter sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der Bahndamm - ökologisch gesehen - weitaus gravierendere Konsequenzen auf die Durchlüftung Gräfraths durch die Bachtäler als durch etwaige potentielle Gewerbegebiete hat. Er sitzt quasi wie ein Pfropf vor den Bachtälern und verhindert komplett die notwendige Luftschneise nach Gräfrath,“ so Zelljahn.

Da Sinn und Zweck des Bahndamms, den Zügen möglichst ohne größere Steigungen einen leichten Fahrweg zu ermöglichen, mit der Aufgabe der Bahnstrecke seit Jahrzehnten weggefallen ist, ist es insbesondere aus ökologischen Gründen zwingend erforderlich, den Bahndamm abzutragen. Die auf dem Bahndamm befindliche Freizeitrasse könnte nach deren Abtragung unproblematisch tiefer gelegt werden. In Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Straßen NRW könnte zudem die Abbiegespur nach links in den Roggenkamp zum besseren Abfluss des Straßenverkehrs in Berufsverkehrszeiten verlängert werden.

Die FDP ist sich sehr wohl darüber bewusst, dass eine solche Maßnahme sehr ambionioniert und mit erheblichen Kosten verbunden ist. Sie hält indes eine solche Maßnahme für eine ökologisch nachhaltige Entwicklung des Stadtteils Gräfrath - auch vor dem Hintergrund des zunehmenden Klimawandels - für unabdingbar.

 

Close
Close

Please enter your username or email address. You will receive a link to create a new password via email.

Close

Close