Kita-Ausbau in Solingen zu wenig und zu langsam

Kita-Ausbau in Solingen zu wenig und zu langsam

„Eltern berichten zunehmend über Probleme bei der Suche nach Kita-Plätzen für ihre Kleinen. Die Betreuungsproblematik könnte sich in Solingen weiter verschärfen, wenn nicht nachgebessert wird,“ befürchtet Raoul Brattig, jugendpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion.

Nach der derzeitigen Ausbauplanung soll der Bedarf bis 2023 gedeckt sein. Doch diese Annahme trügt. „Solingen geht von einem viel zu geringem Bedarf aus und baut dementsprechend zu wenig aus. In anderen Kommunen in NRW hat der Kitaausbau einen deutlich größeren Stellenwert. Hier geht man davon aus, dass für jedes Kind ab 3 Jahren bis zur Schulpflicht ein Platz in einer Kita benötigt wird und für jedes zweite Kind unter drei Jahren. In Solingen will man aber erst in drei Jahren und nur für 41% der Kinder unter Drei einen Platz schaffen. Das geht an den tatsächlichen Bedarfen der Eltern vorbei,“ kritisiert Brattig. „Warum sollten Solinger Eltern einen geringeren Bedarf haben als andere Eltern?“ Im Bundesdurchschnitt liegt der Betreuungsbedarf der Altersgruppe zwischen 1 und 2 Jahren bei fast 60 %.

Solingen hatte erst im letzten Jahr den Bedarf neu ermittelt, dabei aber auf eine Befragung der Eltern verzichtet. Die wäre aber wichtig, um den tatsächlichen Bedarf der Eltern zu ermitteln. In einer Anfrage wollen die Freien Demokraten jetzt genaue Zahlen zu den Bedarfs- und Ausbauquoten anderer vergleichbarer Städte bekommen und eine Elternbefragung einfordern. Im Rahmen einer solchen Befragung könnte zugleich der Bedarf der Eltern nach dem Umfang der Betreuung und nach den Öffnungszeiten der Kita erhoben werden.

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