FDP will Verbesserung für alle Verkehrsmittel, nicht nur für Bus, Bahn und Rad

FDP will Verbesserung für alle Verkehrsmittel, nicht nur für Bus, Bahn und Rad

Für einseitig und falsch halten die Solinger Liberalen die verkehrspolitischen Vereinbarungen zwischen den Grünen und dem amtierenden Oberbürgermeister Kurzbach. Eine Aussage zu einer vernünftigen Verkehrsanbindung Solingens an das Autobahnnetz fehle sogar gänzlich in den Verabredungen, obwohl diese von vielen Solingerinnen und Solingern sehnlichst gewünscht wird.

„Eine Verkehrswende schafft man nicht dadurch, dass man den Autoverkehr unattraktiv macht und die Menschen zwingt, auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. Was wir jetzt benötigen ist ein faires Miteinander zwischen Autofahrern, Radfahrern, Nutzern des Öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) und Fußgängern,“ fordert Raoul Brattig, der für die FDP-Fraktion im Stadtentwicklungsausschuss sitzt.

Eine deutliche Reduzierung des Autoverkehrs und ein deutlicher Ausbau des Radverkehrs, wie von Kurzbach und den Grünen als gemeinsames Ziel ausgegeben, geht an den Bedürfnissen der meisten Menschen vorbei. Wer kann es sich denn erlauben, das Auto aufzugeben und stattdessen mit dem Fahrrad oder mit dem ÖPNV zur Arbeit oder zum Einkaufen zu fahren? Die topografische Lage macht das Fahrrad in Solingen auch zukünftig nicht zum Hauptverkehrsmittel und der ÖPNV muss deutlich attraktiver werden, damit die Menschen überhaupt umsteigen können und wollen. Wie Kurzbach und die Grünen das bezahlen wollen, bleibt völlig unklar.

Umso unverständlicher ist es aus Sicht des Fraktionsvorsitzenden Ulrich G. Müller dass Rot/Grün wichtige und realistische Umsetzungsschritte bei der Verkehrswende in den Haushaltsberatungen für das Jahr 2020 nicht mitgetragen haben. „Wir hatten in den Haushaltsberatungen eine deutlich bessere Infrastruktur für den ÖPNV beantragt und eine Verdoppelung der Mittel für den Ausbau moderner Signalanlagen, die den Verkehrsfluss optimieren und die Schadstoffe reduzieren,“ so Müller. „Leider haben wir dazu im Haushaltskompromiss keine Mehrheit erhalten.“

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