Stolpersteine für Emil Kronenberg und seine Frau

Stolpersteine für Emil Kronenberg und seine Frau

Stolpersteine für Emil Kronenberg und seine Frau

Der Solinger Arzt und liberale Politiker Dr. Emil Kronenberg und seine Frau Adele Kronenberg sollen mit einem Stolperstein bedacht werden. Sie werden am 17. Januar um 13.00 Uhr an der Katternberger Str. 24 in Solingen verlegt. Im Gehweg vor dem ehemaligen Praxis- und Wohnhaus des Ehepaars Kronenberg sollen sie an NS-Opfer – wie dem Ehepaar Kronenberg erinnern.

Die FDP Solingen hat die Stolpersteine gesponsert. Der Sprecher des Solinger Unterstützerkreises Stolpersteine Hans-Günter Koch hatte bei dem Kölner Künstler Günter Demnig die Stolpersteine für das Ehepaar Kronenberg in Auftrag gegen. Damit wird die Praxis, mit den Stolpersteinen an Todesopfer der nationalsozialistischen Diktatur zu erinnern, in Solingen erweitert.
„Der Stein ist ein Zeichen für die Zukunft“, sagte der Fraktionsvorsitzende der Freien Demokraten, Ulrich G. Müller. „Emil Kronenberg hat sich für die Demokratie und die Bildung in Solingen eingesetzt. Auch daran wollen wir erinnern“, sagte Dr. Robert Weindl, Vorsitzender der Solinger FDP.
Kronenberg war Mitbegründer der Solinger Stadtbücherei. Er war außerdem fasziniert vom dänischen Modell der Volkshochschulen, in denen jeder etwas lernen konnte und es gelang ihm, eine solche auch in Solingen zu etablieren. Beide Einrichtungen gibt es bis heute. Sie sind ein Beispiel für ein nachhaltiges bürgerschaftliches Engagement.

Während der Nazi-Diktatur wurde seine Wohnung demoliert, verlor er seine Stelle an der Bethesda, wurde sein Vermögen unter Zwangsverwaltung gestellt, er musste seinen Beruf aufgeben und den Judenstern tragen. Am 17.September 1944 sollte er sich bei der Gestapo in Solingen melden und wurde nach Theresienstadt gebracht.
Nach seiner Rückkehr aus dem Konzentrationslager, das er überlebte, trat er der neugegründeten FDP bei und gehörte bis 1949 dem Vorstand des Kreisverbandes an.

 

Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ganz herzlich zur Verlegung der Stolpersteine am 17. Januar um 13.00 Uhr vor dem Wohnhaus Katternberger Str. 24 ein.

 

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